Kunststuck und Stuckleisten am Bahnhof und Gleisanlagen

Kunststuck ist die moderne Form der früheren angewandten Zierleisten und Stuckleisten, die gerne an Bahnhöfen, Gleisanlagen oder Rathäusern zur Zier angebracht wurden.

Bahnhof Gleisanlage Kunststuck
Bahnhof Gleisanlage Kunststuck
Bahnhof Gleisanlage Kunststuck
Bahnhof Gleisanlage Kunststuck
Bahnhof Gleisanlage Kunststuck
Bahnhof Gleisanlage Kunststuck

Stuck im Außenbereich von Bahnhöfen, Gleisanlagen, Palästen oder Rathäusern

Stuck, in der Form für die Innendekoration auch Kunststuck, ist ein Baumaterial aus Zuschlagstoffen, einem Bindemittel und Wasser. Stuck wird nass aufgetragen und härtet zu einem sehr dichten Feststoff aus. Vor allem am Hauptbahnhof oder in Häusern die an Gleisen stehen, wird diese Art an Stuck angewendet. Es wird außerdem als dekorative Beschichtung für Wände und Decken, sowie für Skulpturen und künstlerischen Anwendungen in der Architektur angewandt. Stuck kann verwendet werden, um weniger optisch ansprechende Baumaterialien wie Metall, Beton, Schlackenblock oder Lehmziegel und Lehm zu veredeln. Kunststuck hingegen ist kein Putz, sondern die Kunstform dessen, die zu meist aus Gips oder Styropor besteht. Beispielsweise kann Stuck am Bahnhof in Berlin betrachtet werden, wo er Wände und Decken ziert. Oftmals wurde Stuck in Bahnhofshallen und Gleisanlagen zur Verzierung verwendet, um das öffentliche Bild zu verbessern.

Eigentlich bezieht sich der Begriff „Stuck" auf den im Außen eines Gebäudes angebrachten Putz, der auf eine gewisse Art veredelt wird. Heutet verwendet man vielmehr den Begriff "Kunststuck" und bezieht diesen auf die Dekoration von Innenräumen. Andere europäische Sprachen, insbesondere Italienisch, weisen nicht die gleiche Unterscheidung auf. Stuck bedeutet auf Italienisch Gips und dient für beide Arten der Dekoration. Dieser Umstand hat dazu geführt, dass Englisch sprechende Menschen die Begriffe "Stuck" und eben auch „Kunststuck“ für dekorative Innenputzarbeiten verwenden. Wenn man also über die Verzierungen am Bahnhof in Berlin spricht, kann hierzu auch der Begriff Kunststuck verwendet werden. 

Stuck als Zier am Bahnhof im Außenbereich

Der Unterschied der zwischen Stuck, Gips und Mörtel beruht mehr auf der Verwendung, als auf der Zusammensetzung. Bis zur zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts war es üblich, dass Putz, der in einem Gebäude verwendet, Kunststuck genannt wurde. Dekorative Elemente im Freien hingegen, die aus denselben Grundmaterialien bestanden (Kalk und Sand, Gips oder Mörtel), wurden hingegen Putz genannt. Für die Erhöhung der Konsistenz wurden häufig noch tierische oder pflanzliche Fasern zugesetzt. Im letzten neunzehnten Jahrhundert wurde Portlandzement mit zunehmender Häufigkeit zugesetzt, um die Haltbarkeit von Stuck zu verbessern. Gleichzeitig wurden traditionell Kalkputz durch Gipsputz ersetzt. Betrachtet man sich die dekorativen Elemente am Berliner Hauptbahnhof in der Nähe der Gleisanlagen, so erkennt man den eingesetzten Kunststuck, der zur damaligen Zeit ein gewisses Bild erzeugen sollte. Zu dieser Zeit gab es nur den Einsatz von Gips oder Mörtel. Die Verwendung von Styropor Elementen war noch nicht bekannt.

Traditioneller Stuck besteht aus Kalk, Sand und Wasser. Moderner Stuck besteht aus Portlandzement, Sand und Wasser. Kalk wird hinzugefügt, um die Durchlässigkeit und Verarbeitbarkeit von modernem Stuck zu erhöhen. Manchmal werden Additive wie Acryl und Glasfasern zugesetzt, um die strukturellen Eigenschaften des Stucks zu verbessern. Dies erfolgt normalerweise mit einem Einschicht-Stucksystem im Gegensatz zur herkömmlichen Dreischichtmethode. Kunststuck hingegen, wird aus Leichtbaustoff wie Styropor gefertigt, was lediglich den Anschein erwecken soll, dass hier mit Putz und Gips gearbeitet wurde. Es ist im Gegensatz zu Kalkstuck sehr leicht und sehr einfach anzubringen.

Kalkstuck ist ein relativ hartes Material, das ohne allzu große Schwierigkeiten von Hand gebrochen oder abgebrochen werden kann. Der Kalk selbst ist normalerweise weiß, welche vom Aggregat und den zugesetzten Pigmenten kommt. Kalkstuck hat aufgrund der geringen Wasserlöslichkeit von Kalk (der sich in Lösung in Rissen ablagern kann, wo er sich verfestigt) die Eigenschaft, in begrenztem Maße selbstheilend zu sein. Portlandzementstuck ist sehr hart und spröde und kann leicht reißen, wenn die Basis, auf die er aufgetragen wird, nicht stabil ist. Andere Materialien wie Stein- und Glassplitter werden manchmal vor dem Trocknen auf die Deckschicht gestrichen, wobei das fertige Produkt allgemein als "Steinschlag", "Kieselstrich" oder auch als Rohguss bekannt ist, wenn die Steine ​​direkt in den Stuck eingearbeitet werden. Dies wurde hauptsächlich vom frühen 20. bis zum frühen 21.Jahrhundert angewandt und auch sehr gerne in Bahnhöfen und Bahnhofsgebäuden angebracht.

In der römischen Kunst der späten Republik und des frühen Reiches wurden Stuckleisten ausgiebig zur Dekoration von Gewölben verwendet. Dies ist auch ein Grund weshalb Gleisanlagen und Bahnhöfe gerne mit Stuckprofilen verkleidet wurde, da Bahnhöfe oft auf Gewölbehallen bestanden. Obwohl Marmor in den meisten Fällen das bevorzugte architektonische Medium war, war Kunststuck besser für die Verwendung in Bahnhofsgewölben geeignet, da er leichter und besser zur Anpassung an die Krümmung der Decke geeignet war. Die Barockarchitektur verwendet auch viel Stuckleisten. Beispiele finden sich in Kirchen, Palästen und Bahnhöfen, in denen Stuck hauptsächlich verwendet wurde, um einen reibungslosen, dekorativen Übergang von Wänden zu Decken zu gewährleisten und Deckenflächen zu dekorieren. 

Kunststuck in den Anfängen der Neuzeit

Ab den 1920er Jahren wurde Kunststuck, insbesondere in seiner Materialisierung aus der Neorenaissance und dem Neobarock, in einigen Ländern bei modernen Architekten zunehmend unbeliebt, was nicht nur zu Neubauten ohne Stuck führte, sondern auch zu einer weit verbreiteten Bewegung, den Stuck zu entfernen.

Später wurde Kunststuck dann wieder in Form verwendet, um die Fugen zwischen Wänden und Decken in Häusern zu dekorieren. Es wurde im Allgemeinen in der gleichen Farbe wie die Decke gestrichen und in Designs verwendet, in denen eine Zierleiste oder eine Stuckleiste verwendet wurde.

Wo wird Kunststuck heute verwendet?

Zierleisten werden normalerweise an der Schnittstelle von Wänden und Decke installiert, kann aber auch über Türen, Fenstern oder Schränken angebracht werden. Kunststuck aus Holz kann ein einzelnes Stück Zierleiste oder ein Aufbau mehrerer Komponenten sein, um ein aufwändigeres Aussehen zu erzielen. Das Hauptelement oder das einzige in einer einfachen Installation ist ein Stück Zierleiste, das auf der einen Seite geformt und auf der anderen Seite flach ist und an dessen Ober- und Unterkante Standardwinkel von 90 Grad gefräst sind. 

Wenn es gegen eine Wand und eine Decke gestellt wird, entsteht dahinter ein dreieckiger Hohlraum. Das Schneiden von Innen- und Außenecken erfordert komplexe Schnitte in Standardwinkeln, die normalerweise mit angetriebenen Verbundgehrungssägen ausgeführt werden, die in diesen Winkeln Arretierungen aufweisen.

Eine alternative Methode ist ein zweistufiger Prozess, der mit dem Schneiden einer einfachen Gehrung an beiden zusammenpassenden Enden beginnt und dann mit einer Kappsäge mindestens eine der Gehrungen entlang ihrer Profilkante zurückschneidet, um während der Installation eine Entlastung zu erzielen.

Wie man sieht ist der heutige Kunststuck ein weiterer Fortschritt in der Technologie. Wurden früher Bahnhöfe, Gleisanlagen, Paläste, Kirchen oder Rathäuser mit Stuck verziert, wird heute Kunststuck verwendet, der langlebig ist, einfach zu montieren und sehr kostengünstig. 

Video zum Gleisdreieck und Architekturpreis

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Hier gibt es eine große Übersicht zum Thema Kunststuck und Zierleisten

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